La posta della Redazione ci ha segnalato questo articolo dei giorni scorsi. "Hans Eichel sollte häufiger nach Italen schauen, wenn ihm in seinem einsamen Kampf gegen das Haushaltsloch die Ideen ausgehen. Nachdem die Bauamnestie und die Amnestie für illegal ausgeführtes Kapital nicht so recht funktioniert haben, hat man sich in Italien das Strafgesetzbuch vorgenommen und geprüft, wo noch Raum für weitere Amnestien ist. Findige Abgeordnete der Forza Italia, der Partei von Minister-präsident Silvio Berlusconi, haben daraufhin einen Änerungsantrag zum Haushaltsgesetz 2005 eingebrach, der noch in dieser Woche vom Parlament verabschiedet werden soll Die Idee ist ganz einfach in Italien. Denn hier sind laut Schätzungen der UNESCO 60 Prozent des Weltkulturerbes beheimatet. Den Politikern ist eingefallen, den illegalen Besitz von Kunstgegenständen archäologischen Interesses zu legalisieren. Es reicht ein Antrag bei der zuständigen Uberwachungsbeörde, in dem man erklärt, dass man den Tonkrug, die Marmorfigur oder den etruskischen Ring in gutem Glauben" erworben hat. Dann zahlt man fünf Prozent des Wertes an den Staat. Den Wert bestimmt die Oberwachungsbehörde. Doch beantwortet sie den Antrag nicht innerhalb einer gewissen Frist, gilt der Antrag als angenommen, und der Besitzer zahlt, was er möchte. Und schon gehört das gute Stuck seinem bisher nicht rechtmässigen Besitzer. Um das zu ermöglichen, wollen die findigen Abgeordneten von Forza Italia den so genannten Codice Urbani ändern und damit die jahrhundertehalt Regel in Italien, dass archäologische Fundstücke dem Staat gehören. Mehr noch: Anders als bei den vorhergehenden Amnestien ist bei diesem Änderungsgesetz keinerlei Zeitlimit vorgesehen. Also nicht nur die Sünden der Vergangenheit können erlassen werden, sondern auch die der Zukunft. Verständlich daher der Aufschrei der Archäologen und Wissenschaftler: Grab- und Kunsträubern würden neue Pfrunde eröffnet, wenn man bedenkt, dass in Italien vermutlich nicht einmal die Hälfte aller archäologischen Plätze ausgegraben und gesichert sind. Im Gebiet der Etrusker, im Norden der Region Latium, hat sich der Beruf des Grabräubers von Vater auf den Sohn vererbt. Riesige Villen besitzen diese Familien inzwischen. Die archäologische Überwachungsbehörde hatte niemals genügend Mittel, um interessante Zonen abzusichern. Oft kamen die Archäologen zu spät, um wichtige Kunstschatze zu bergen. Doch es kommt noch schlimmer. Die Abgeordneten, zu denen auch der Fernsehstar des Berlusconi-Imperiums, Gabriela Carlucci, zahlt, haben ganze Arbeit geleistet: Nicht nur der Privatbesitz von archäologischen Kunstgütern soll legalisiert werden, auch freie Weitergabe oder Verkauf sind gesichert. Sollte diese Gesetzesanderung in Kraft treten, können die Carabinieri vom Sonderkommando für den Kunstraub einpacken. Hehlerei von gestohlenen Kunstgegenständen kann dann nicht mehr verfolgt werden. Es reicht, wie beim blossen Besitz, die Erklärung, die heisse Ware in .gutem Glauben verkauft zu haben. Bisher bleiben die Wissenschaftler und Archäologen mit ihrem Protest allein. Die Opposition hat in der zust:ändigen Kommission die Brisanz des Änderungsantrages verschlafen."
Rassegna stampa straniera: Italien legalisiert den Kunstraub
In Italia, il governo di Silvio Berlusconi sta considerando di legalizzare l'acquisto di arte e antichità rubate, grazie a un nuovo progetto di legge. I deputati della Forza Italia hanno presentato un'istanza per cambiare il Codice Urbano, che stabilisce che gli oggetti d'arte e di interesse storico appartengono allo Stato. Il progetto prevede che gli acquirenti possano richiedere l'amnistia per l'acquisto di arte rubata, senza alcun limite di tempo. I deputati sostengono che questo progetto potrebbe aiutare a risolvere il problema del furto di arte in Italia, dove si stima che il 60% del patrimonio culturale mondiale sia stato rubato.
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